Junge Spieler und Paysafecard: Was die Daten zeigen

Demographie junger Sportwetten-Spieler und Paysafecard-Nutzung

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Inhaltsverzeichnis
  1. Junge Spieler und Paysafecard: Was die Daten zeigen
  2. 67 % Teilnahmequote bei unter 35-Jährigen: Hintergründe
  3. Warum Prepaid-Karten bei jungen Wettenden beliebt sind
  4. Altersverifikation und Verantwortung bei Paysafecard-Nutzung

Junge Spieler und Paysafecard: Was die Daten zeigen

67 Prozent der Deutschen unter 35 Jahren haben in den letzten zwölf Monaten an Glücksspielen teilgenommen. Im Januar 2023 lag diese Quote noch bei 46 Prozent. Ein Anstieg von 21 Prozentpunkten in weniger als zwei Jahren – das ist kein statistisches Rauschen, das ist ein Trend, der Aufmerksamkeit verdient. Und Paysafecard steht mitten in diesem Trend, weil die Karte ein Zahlungsmittel ist, das junge Erwachsene besonders anspricht.

In meiner Arbeit als Analyst für digitale Zahlungsmethoden im Sportwettenmarkt beobachte ich die demographischen Verschiebungen genau. Die Daten zeigen nicht nur, dass mehr junge Menschen wetten, sondern auch, wie sie wetten – und welche Zahlungsmethoden sie bevorzugen. Hier ordne ich die Zahlen ein.

67 % Teilnahmequote bei unter 35-Jährigen: Hintergründe

Der Anstieg der Glücksspielteilnahme bei jungen Erwachsenen hat mehrere Ursachen, die sich gegenseitig verstärken. Die Legalisierung durch den GlüStV 2021 hat Online-Sportwetten aus der Grauzone geholt und gesellschaftlich normalisiert. Gleichzeitig hat die Werbeaktivität lizenzierter Anbieter zugenommen – Fußball-Sponsoring, Social-Media-Kampagnen, Influencer-Kooperationen.

57 Prozent der Glücksspieler unter 35 glauben, dass Glücksspiel negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit hat. Diese Zahl steht im scharfen Kontrast zur Teilnahmequote: Zwei Drittel spielen, aber mehr als die Hälfte davon sieht die Risiken klar. Das zeigt ein Bewusstsein für die Gefahren, das bei älteren Generationen deutlich geringer ausgeprägt ist – bei den über 65-Jährigen sehen nur 10 Prozent negative Auswirkungen.

Für Paysafecard als Zahlungsmethode ist dieses Bewusstsein relevant: Junge Spieler, die die Risiken kennen, suchen nach Werkzeugen zur Selbstkontrolle. Das Prepaid-Prinzip – nur ausgeben, was man vorher gekauft hat – passt in dieses Profil. Es ist kein Zufall, dass Paysafecard bei jungen Erwachsenen beliebt ist: Die Karte bietet Budgetdisziplin durch Designprinzip.

Warum Prepaid-Karten bei jungen Wettenden beliebt sind

Der globale Prepaid-Kartenmarkt übersteigt 2 Billionen US-Dollar und wächst weiter. Junge Erwachsene zwischen 18 und 35 sind die Kernzielgruppe dieses Marktes – nicht nur bei Sportwetten, sondern auch bei Gaming, Streaming und Online-Shopping. Prepaid ist für diese Generation kein Notbehelf, sondern eine bewusste Entscheidung.

Die Gründe sind vielfältig. Erstens: Keine Bankanbindung nötig. Junge Erwachsene in Ausbildung oder Studium haben oft keine Kreditkarte und kein PayPal-Konto. Paysafecard ist mit Bargeld erhältlich – an der Tankstelle, im Supermarkt, am Kiosk. Der Zugang ist niedrigschwellig und erfordert keine Bankbeziehung.

Zweitens: Datenschutz. Junge Erwachsene sind digital aufgewachsen und gleichzeitig sensibilisiert für Datenschutzrisiken. Die Trennung zwischen Wettaktivität und Bankkonto, die Paysafecard bietet, entspricht diesem Bewusstsein. Keine Wett-Transaktionen auf dem Kontoauszug, keine Bankdaten beim Wettanbieter.

Drittens: Budgetkontrolle. Das Prepaid-Prinzip begrenzt die Ausgaben physisch. Wer eine 25-Euro-Karte kauft, kann maximal 25 Euro einzahlen. Für junge Spieler, die ihre Finanzen noch strukturieren, ist das ein Sicherheitsnetz, das Banküberweisungen und Kreditkarten nicht bieten.

Altersverifikation und Verantwortung bei Paysafecard-Nutzung

Geschätzte 134.000 bis 416.000 Menschen in Deutschland gelten als glücksspielabhängig. Wie viele davon jung sind, zeigen die Studien nicht präzise – aber der Anstieg der Teilnahmequote bei unter 35-Jährigen lässt vermuten, dass die Zahl wächst.

Die Altersverifikation bei Paysafecard-Sportwetten hat zwei Ebenen. Erstens: Der Kauf der Paysafecard. An Verkaufsstellen gibt es keine systematische Alterskontrolle beim Kauf einer Prepaid-Karte – anders als bei Alkohol oder Tabak wird kein Ausweis verlangt. Theoretisch kann ein Minderjähriger eine Paysafecard kaufen.

Zweitens: Die Einzahlung beim Wettanbieter. Hier greift die Altersverifikation strikt. Jeder GGL-lizenzierte Anbieter verlangt eine KYC-Prüfung mit Personalausweis oder Reisepass. Ohne bestätigtes Alter von mindestens 18 Jahren ist keine Einzahlung möglich – unabhängig von der Zahlungsmethode. Das My Paysafecard-Konto verlangt ebenfalls eine Volljährigkeitsprüfung bei der Registrierung.

Die Lücke liegt also beim Kartenkauf, nicht bei der Einzahlung. Ein Minderjähriger kann eine Paysafecard kaufen, aber er kann sie nicht bei einem lizenzierten Wettanbieter einzahlen. Die Karte hat dann ein Guthaben, das für andere Zwecke – Online-Shopping, Gaming – verwendet werden kann, aber nicht für Sportwetten im regulierten Markt.

Mein Standpunkt als Analyst: Die Verantwortung für den Jugendschutz liegt nicht bei der Zahlungsmethode, sondern beim Wettanbieter und beim Regulierer. Paysafecard ist ein Werkzeug – wie es genutzt wird, bestimmt der Kontext. Die doppelte Verifizierung – My-Konto und Wettanbieter – stellt sicher, dass nur volljährige, identifizierte Personen per Paysafecard bei lizenzierten Anbietern einzahlen können. Für die Nutzung der Selbstsperre über OASIS und für verantwortungsvolles Wetten gibt es zusätzliche Informationen im Artikel über Spielerschutz bei Paysafecard-Sportwetten.

Können Minderjährige Paysafecard kaufen und für Sportwetten nutzen?

Den Kauf einer Paysafecard an einer Verkaufsstelle können Minderjährige durchführen, da keine systematische Alterskontrolle stattfindet. Die Einzahlung bei einem GGL-lizenzierten Wettanbieter ist jedoch ohne Altersverifikation nicht möglich – sowohl das My Paysafecard-Konto als auch der Wettanbieter verlangen einen Volljährigkeitsnachweis per Personalausweis.

Welche Altersverifikation findet bei Paysafecard-Einzahlung statt?

Zwei Verifizierungen greifen: Das My Paysafecard-Konto erfordert eine KYC-Prüfung mit Altersnachweis bei der Registrierung. Der GGL-lizenzierte Wettanbieter verlangt eine separate Identitätsprüfung vor der ersten Einzahlung. Ohne bestätigtes Mindestalter von 18 Jahren ist keine Sportwetten-Einzahlung per Paysafecard möglich.

Erstellt von der Redaktion von „Paysafecard Wetten“.